Der Umfang der Oberarmstraffung ist abhängig vom Ausmaß des Gewebeüberschusses. Der Schnitt reicht von der Achselhöhle fast bis an das Ellenbogengelenk und verläuft auf der Innenseite des Oberarmes. Im Bereich der Achsel ist die Linie geschwungen, um bei einer späteren Narbenschrumpfung die Bewegungsfreiheit im Schultergelenk zu erhalten.
Nicht nur der Hautüberschuß sondern auch der Fettüberschuß wird bei der Oberarmstraffung fast bis zur äußeren Faserhülle der Muskulatur entfernt. Gefäße und Nerven müssen geschont werden. Die Wunde wird schließlich mehrschichtig vernäht. Im Rahmen der Oberarmstraffung werden meist auch die Schweißdrüsen und ein Großteil der Achselhaare entfernt. Dies ist nahe liegend, zumal die Schnittführung bis in die Achsel reicht. Die meisten Patienten betrachten das als erfreulichen Nebeneffekt der Oberarmstraffung.
Für eine Oberschenkelstraffung kommen, je nach Ausmaß des Hautüberschusses, zwei Verfahren in Betracht: die Mini-Oberschenkelstraffung mit einem Schnitt in der Leistengegend (von der Leiste bis in die quere Pofalte), oder der T-Schnitt mit einem zusätzlichen Schnitt senkrecht an der Oberschenkelinnenseite. Der Vorteil der großen Oberschenkelstraffung liegt in einem deutlich größeren Straffungseffekt, allerdings unter Inkaufnahme einer zusätzlichen senkrechten Narbe. Die Länge dieser Narbe muss vom Hautüberschuss und von der Akzeptanz des Patienten abhängig gemacht werden. Manchmal reicht schon eine Narbe von 5 cm Länge, um eine deutliche Befundverbesserung zu erreichen.
Die überschüssige Haut und das Fettgewebe werden entfernt. Hier wird soweit geschnitten bis die Muskulatur sichtbar ist. Schließlich wird die Wunde schichtweise vernäht, wobei die Schichten durch die Naht stabil fixiert werden müssen. Eine Gesäßstraffung wird stationär unter Vollnarkose durchgeführt und ist mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden. Nach der Operation ist eine Einschränkung der Bewegung und eine Kompressionsbehandlung wichtig für eine gute Wundheilung.
Als Banane bezeichnet man den wulstartigen Bereich in der horizontalen Gesäßfalte, der dazu führen kann, dass zwei horizontale Gesäßfalten sichtbar sind. Diese Zone kann man mit dem Ziel modellieren, eine einzige horizontale Gesäßfalte zu kreieren, was jedoch nicht immer gelingt. Eine Verbesserung des Befundes ist aber zumeist erreichbar.
Arme
Fettansammlungen am Oberarm entstehen im Wesentlichen am hinteren und oberen Bereich. Nach der Fettabsaugung zieht sich allerdings die Haut nur bei guter bis sehr guter Hautqualität ausreichend zusammen. So ist in manchen Fällen auch eine Kombination von Fettabsaugung und Oberarmstraffung sinnvoll. Fettdepots, die nach einer Gewichtsreduktion entstanden sind und immer mit einem Hautüberschuß auftreten, sollten gleich durch eine Oberarmstraffung behandelt werden.
Beine
In der Oberschenkelinnenseite ist die Haut sehr dünn, so dass hier recht ausgedehnte Fettgewebsansammlungen vorhanden sein können, die selbst bei schlanken Frauen zur mechanischen Beeinträchtigung führen können. Die Fettabsaugung kann so durchgeführt werden, dass es zu keinem großen Hautüberschuss kommt. Ist dies aber unvermeidlich, kann mit einer kleinen Oberschenkelstraffung korrigiert werden.
Die zumeist recht kleinen Depots im Bereich der Knieinnen- und Knieaußenseite lassen sich mittels Fettabsaugung sehr gut reduzieren. In seltenen Fällen können die Depots an den Knieinnenseiten sehr groß sein und die betreffenden Personen stark beim Gehen behindern. Hier ist hin und wieder eine spätere Hautstraffung nötig.
Der Eingriff wird bei kleineren Korrekturen in der Regel ambulant durchgeführt. In örtlicher Betäubung und mit einer Infusion von Schmerzmitteln kann die Klinik unmittelbar nach dem Eingriff verlassen werden.
Bei größeren Eingriffen ist eine Vollnarkose erforderlich. Bei Korrekturen an der Hüft- und Beinregion kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden. Je nach Eingriff ist dann mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 8 Tagen zu rechnen.
Anfänglich bestehen muskelkaterähnliche Empfindungen, die aber bald nachlassen. Für ca. 5 Wochen empfiehlt sich das Tragen eines festen Trikots um den Anpassungsprozess der Haut zu unterstützen. Bezüglich des Ergebnisses braucht man anfangs Geduld, frühestens nach 6 Wochen ist mit einer ersten vorzeigbaren Veränderung zu rechnen, nach weiteren 6 Wochen ist dann ein dauerhafter Zustand eingetreten. Unabhängig vom Heilungsprozess darf man schon frühzeitig wieder belasten. Auch sportliche Aktivitäten können schon bald wieder aufgenommen werden.
Dann kann es auch erforderlich sein, nicht nur die Oberschenkelaußenseite abzusaugen, sondern auch gleichzeitig die Hüfte, die Oberschenkelinnenseite und den Po, um eine harmonische Proportion zu erreichen.
Die zweite Gruppe, die sich für eine Augmentation-Glutealplastik interessiert, sind Frauen in den 50-er Jahren, die ihre schmale Figur behalten haben, bei denen aber der Po-Bereich ohne deutliche Fettpolster zu hängen beginnt, d. h. der obere Teil des Gesässes wirkt flach und der untere Bereich neigt zum Überhang. Bei diesen Patienten (meistens Frauen) ist es fast immer notwendig, eine zusätzliche Modellierung durchzuführen.
Stramme Waden wirken nicht nur bei Männern attraktiv. Wohlgeformte Waden weisen auf ein gesundes, aktives Leben hin. Häufig kommt es aber trotz intensivem Trainings bei der Wadenmuskulatur nicht zu einer Größenzunahme. Zu dünne Waden, asymmetrische Waden, O- Beine, oder eine vorausgegangene Poliomyelitis-Erkrankung lassen sich mit entsprechenden Wadenimplantaten operativ korrigieren.
Die Operationsnarbe verläuft in der Kniebeuge. Ein kleiner Schnitt mit ca. 5 cm Länge genügt, um von dort unter die beiden Muskeln der Wade zu gelangen. Die Bildung der Tasche erfolgt sehr schonend. Anschließend werden je nach gewünschtem Erscheinungsbild eines oder mehrere Wadenimplantate in die Tasche geschoben.
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